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Donnerstag, 24. November 2005, 14:18

Starker Auftritt mit McRae

Perth / Weiterstadt – „Mit dem Fabia kann man die Zeiten fahren, die man zum Sieg braucht“, sagte nach zwei von drei Rallyetagen in Australien ein entschlossener Colin McRae. Da lag er auf einem sensationellen dritten Platz und raufte sich mit dem Belgier Francois Duval (Citroen) um Platz zwei. Ein guter Auftritt auf der kurzen Superspecial-Stage zu Beginn hatte ihm eine günstige Ausgangsposition gesichert: Der Start der Spitzengruppe in umgekehrter Reihenfolge brachte McRae/Grist mit ihrem Fabia WRC 05 erst dann auf die Piste, als die typischen „Murmeln“ in der Fahrspur auf den australischen Schotterpfaden schon weggeschleudert waren.

Schwarz/Wicha, mit ungünstigerer Startposition früh als Straßenkehrer unterwegs, lagen zu diesem Zeitpunkt auf dem zehnten Platz und hatten zwischenzeitlich einmal mit der zweitbesten Zeit auf einer Wertungsprüfung ein Highlight gesetzt.


Von den Zuschauern gefeiert wie bei einer Heimrallye, lieferte sich Colin McRae mit Duval und dem Finnen Harri Rovanperä (Mitsubishi) auf der letzten Etappe einen heißen Kampf um die Positionen. Der zweite Platz war möglich, der dritte Platz schien sicher. Um angesichts der extrem hart beanspruchten Kupplung kein Risiko einzugehen, sollte diese an McRaes Wagen sicherheitshalber beim letzten Service nach 23 von 26 Prüfungen gewechselt werden. Am Vortag hatte dies am Fabia WRC 05 von Schwarz/Wicha in 22 Minuten geklappt, bei McRae/Grist wuchs es sich zum Alptraum aus: Ein Teil verklemmte sich und plötzlich lief dem Team die Zeit weg, nach der Überschreitung der Karenzzeit war der Fabia WRC des Schotten und seines walisischen Copiloten aus der Wertung. Die Mitglieder der Konkurrenzteams scharten sich um den Helden der Rallye und applaudierten ihm für seine Leistung, als die Tragödie offensichtlich wurde.


Armin Schwarz, der bereits im August seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt hatte, wurde bei seinem letzten Einsatz Achter – seine beste Platzierung in dieser Saison - und errang noch WM-Punkte für die Markenwertung.


Ein enttäuschter Colin McRae sagte nach seinem Ausscheiden: „Ein riesiger Frust, wenn man so kurz vor dem Ziel aufhören muss. Wir waren zuversichtlich, im Kampf um den zweiten Platz noch Druck machen zu können, und nach dem missglückten Kupplungswechsel war es plötzlich vorbei. Das kann jederzeit und in jedem Team passieren, aber in diesem Augenblick war es natürlich besonders enttäuschend. Es war ein schöner Traum, solange er andauerte. Ich habe mit selbst eine Menge bewiesen und auch gezeigt, was der Fabia WRC 05 kann – ich hoffe, es hat eine positive Auswirkung für die Zukunft des Teams.“


Armin Schwarz sagte im Ziel: „Die Prüfungen gestern haben Spaß gemacht, aber die heutigen waren nicht gerade die besten in meiner Fahrerkarriere.“


Martin Mühlmeier, Leiter des Škoda Motorsports, sagte: „Das bisher beste Resultat so kurz vor dem Ziel in Luft aufgelöst zu sehen, ist eine herbe Enttäuschung. Colin ist zwei Mal in dieser Saison für uns exzellent gefahren, und Armin hat uns erfreulicherweise bei seiner letzten Rallye noch WM-Punkte eingebracht.“
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