Wolfsburg, 18. Mai 2007 – Ein Zwölfzylinder in einem Kompaktwagen? Das gibt’s ja nicht. Unsere erste Reaktion auf den GTI W12-650 hat ihren Grund auch in den Platzverhältnissen: Wie will man so ein Monstrum im VW Golf unterbringen? Doch nun wurde ein solches Auto beim alljährlichen GTI-Treffen am Wörthersee (16. bis 20. Mai 2007) vorgestellt. Der Bolide ist als reines Showcar für die Veranstaltung konzipiert. Nie war ein Golf stärker, nie breiter, nie schneller. Der Name W12-650 ist Programm: W12 steht für einen Zwölfzylinder in W-Form, also ein Aggregat aus zwei ineinander geschobenen V6-Motoren. Die Zahl danach bringt die Motorleistung von 650 PS zum Ausdruck.
3,7 Sekunden, 325 km/h, 750 Newtonmeter
Ganz leicht war es wohl nicht, den 6,0-Liter-Biturbo im rund 4,20 Meter langen Golf unterzubringen. Jedenfalls wurde der Motor hier längs direkt hinter Fahrer und Beifahrer eingebaut. Der GTI wandelt sich so zum klassischen Mittelmotorsportwagen. Ein Sechsgang-Automatikgetriebe leitet die Kraft von maximal 750 Newtonmetern nicht wie beim Golf üblich an die Vorderachse oder an alle Räder, sondern an die Hinterachse. Dieser Antrieb katapultiert den GTI in 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Wer auf dem Gaspedal bleibt, den trägt der Biturbo bis zur Marke von 325 km/h. Damit enteilt der W12-650 fast allen anderen Autos dieser Welt.
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